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Vor rund drei Jahren hast Du dich dazu entschieden in die Politik zu wechseln – nach 22 Jahren Ö3. Was hat Dich dazu bewogen?

Ich war bereit, den ersten Teil meiner Lebensbiographie abzuschließen. Ich habe im Radio und im Fernsehen erreicht, was ich machen wollte. Ich habe dort enorm viel probieren und lernen dürfen. Nach 22 Jahren war dann ein Punkt erreicht, an dem ich dankbar sagen konnte: Es reicht. Ich hätte es noch länger machen können, habe aber für mich beschlossen, es reicht. Oder wie man in der Politik sagen würde: Genug ist genug.

War dieser Gedanke schon immer präsent? Der Gedanke, nicht nur ein Ziel im Leben zu verfolgen, sondern mehrere?

Oh ja. Ich habe mir schon lange überlegt, was mich von der Lebensliebe Ö3 wegbringen könnte. Entweder, ich mache etwas ganz, oder gar nicht. Ich suche mir keinen Job, sondern einen Beruf und das ist für mich ein Unterschied. Es ist wichtig, dass Arbeit auch Spaß macht. Zum Glück konnte ich mir immer einen Beruf aussuchen, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ich wollte mich immer politisch engagieren, durfte es aber nicht, weil ich im ORF war.

Ich wollte mich immer politisch engagieren, durfte es aber nicht, weil ich im ORF war. Für meine Kollegen war es aber ganz klar, dass ich irgendwann einmal in der Politik landen werde. Bei den Nachrichten im Ö3-Studio habe ich immer aufmerksam zugehört und dann gab es viel Diskussion und Emotion mit mir darüber. Öffentlich meine Meinung via Radio kundtun, das durfte ich nicht.  Das ist so auch in Ordnung. Irgendwann musst du eine Entscheidung treffen und ein Kapitel abschließen. Es war überhaupt das Jahr der Veränderungen: Die Geburt meines Sohnes und ein neuer Beruf nach 22 Jahren. Zudem einer, der nicht so sicher ist wie jener bei Ö3. Man hat mich oft gefragt, wie man denn einen so sicheren Job aufgeben kann.

Wie viel Mut braucht es für eine solche Entscheidung?

Lustig. Für mich war es kein mutiger, sondern ein logischer Schritt. Alternativlos. Nicht nur für mich und mein Leben. Zu diesem Zeitpunkt haben ganz viele Menschen in unserem schönen Land gespürt, dass Sebastian Kurz der Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist. Es passte einfach und deshalb musste ich nicht lange überlegen.

Mein Wechsel ging so schnell, dass ich meine letzte Sendung bei Ö3 moderiert habe, ohne zu wissen, dass es meine letzte Sendung ist. Ich habe mich nie verabschiedet, so schnell ging es. Meine Kollegen haben aus den Ö3-Nachrichten über meinen Wechsel erfahren. Wenn du von etwas wirklich überzeugt bist, wirklich daran glaubst, dann funktioniert es auch.

Mein Wechsel ging so schnell, dass ich meine letzte Sendung bei Ö3 moderiert habe, ohne zu wissen, dass es meine letzte Sendung ist. Ich habe mich nie verabschiedet, so schnell ging es.

Ganz komme ich von meiner Radiomusik-Vergangenheit eh nicht weg, es gibt einen super Spruch von Bob Dylan: „Wenn du etwas machst zwischen Aufstehen und Schlafengehen, dass dich glücklich macht, bist du erfolgreich.“ Und das bin ich: Ich bin glücklich.

Derzeit leitest Du die Abteilung ‚Creative Media‘ und wirst als Lautsprecher von Sebastian Kurz bezeichnet. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich habe die große Verantwortung, vieles von den Projekten und Plänen von Sebastian und seinem Team zu kommunizieren. Ich treffe mich viel mit Ministern und überlege, wie wir welche Themen kommunizieren, auf welchen Kanälen. Du musst ja auf Instagram, Facebook, Twitter, in Briefen und Mails Leute unterschiedlich ansprechen. Ich frage mich immer zu allererst, was die davon haben. Ich suche immer nach dem Servicecharakter.

Das ist Teil unseres Jobs. Wir haben kein Flugzeug, dass wir am Flughafen abstellen und dann fahren wir nachhause. Ich bin kein Pilot, ich habe mein Flugzeug immer bei mir. Bin dauernd am Denken und Grübeln. Es gibt keine Uhrzeit für Kreativität. Das passiert oder passiert nicht. Im geübteren Alter und mit der Erfahrung geht es schon, dass man auf Knopfdruck kreativ sein kann. Aber es funktioniert nicht immer.

Das Schöne ist, dass man mir auch hier Verantwortung gegeben hat zu tun, was zu tun ist. Ich habe anfangs meinem Chef dauernd berichtet, was ich mache. Er meinte dann lächelnd: „Sag mal, wieso erzählst du mir das dauernd – wir wissen ja eh, dass du viel arbeitest.” Diese Art von Feedback-Kultur war ich bei Ö3 nicht gewohnt. Im Mediengeschäft wirst Du eher öfter kritisiert. Was schlecht war, habe ich sehr schnell gehört, aber Lob gab es seltener. In diesem Team ist das ein komplett anderes Arbeiten.

Was unterscheidet dich als Lautsprecher von einem gewöhnlichen Pressesprecher?

Naja, den Job gab es vorher nicht. Sprecher einer Bewegung – wer hätte sich vor drei Jahren gedacht, wenn man das Wort ‚Bewegung‘ verwendet, dass man darunter eine Gemeinschaft von Menschen nennt, die weit über die Parteigrenzen hinweg bereit sind, etwas zu tun; sich für eine Person entscheiden und seine Ideen mittragen? Ich glaube, der klassische Unterschied besteht darin, dass ich keine sogenannten OTS schreibe, also APA-Aussendungen. Was ich sehr gut kann ist, komplexe Inhalte sehr kurz zusammenzufassen. Was man in drei Sätzen nicht erklären kann, funktioniert in der politischen Kommunikation nicht. Keep It Short and Simple – die einfache KISS-Regel. So versuche ich täglich Menschen zu helfen, Information zu bekommen und auch dafür zu sorgen, dass wichtige Informationen wirklich alle erreicht. Die wenigsten suchen danach, sondern warten darauf, „dass es sie erreicht“.

Wenn man die ganzen Kanäle etwa auf Social Media bespielt, was ist daran besonders herausfordernd?

Zur richtigen Zeit die richtigen Worte zu finden. Das ist manchmal gar nicht so leicht, vor allem in stürmischen Zeiten. Auf Social Media sind deine Konkurrenten ja auch nicht nur dein politisches Gegenüber, sondern jeder. Jeder, der hier eine Seite hat. Jeder in deinem Feed. Jeder, für den du Dich mit einem Like entschieden hast, ist unser Konkurrent. Da musst du zuallererst einmal auffallen. Ich glaube, dass in der Politik oft falsch kommuniziert wird. Warum? Weil die meisten Menschen sofort beginnen, Inhalte zu kommunizieren, aber auf die Emotion vergessen. Oder den echten Nutzen. Hast du die Emotion deines Gegenübers, weiß der oder die sofort „aha, das ist ja was für mich, mein Leben“, und dann kannst du auch die Information transportieren. Zuerst muss ich immer ein Bedürfnis ansprechen, etwa ein Bedürfnis nach Rat, nach Hilfe, nach Fakten. Wenn du das hast, kannst du das offene Ohr auch nützen, um Menschen über dein Vorhaben zu informieren. Dann halte dich kurz. Schreibe informativ und spannend genug, dass sich in der Früh am Weg in die Arbeit beim Scrollen möglichst viele für unser Video entscheiden. Das ist eine spannende Aufgabe.

Welche Unterschiede gibt es, wenn man für jemand anderen auf Social Media Wahlkampf betreibt oder eben für sich selbst?

Du stellst dir genau diese Fragen, die ihr mir gerade stellt. Was macht dich aus? Was unterscheidet dich von den anderen? Für dich ist das selbstverständlich, aber vielleicht solltest du das auch den Menschen mitteilen. Ich bin ja kein Berufspolitiker. Ich bin aber alt und erfahren genug, dass ich eine Tür, die sich im Rathaus gegenüber öffnet, erkenne und weiß, mit wie viel Kraft ich diese öffnen muss. Wir wollen und müssen die Bedürfnisse der Menschen – vor allem in Wien – auch ansprechen.

Weil ihr nach dem Unterschied fragt: Wir wünschen uns zum einen Menschen, die sich schon lange in der Politik engagieren, sogenannte Berufspolitiker. Aber wir wünschen uns zum anderen auch Menschen, die von außen kommen. Menschen, die ein Leben lang woanders Berufs- und Lebenserfahrung gesammelt haben. Menschen, die dann bereit sind in den Dienst der Öffentlichkeit einzutreten. Genau das mache ich. Ich höre ganz oft, ich würde nicht wie ein Politiker sprechen. Richtig. Ich arbeite in der Politik und ich finde, jeder kann das. Für mich habe ich beschlossen, es auf diese Art zu machen und Menschen anders anzusprechen.

Wie wichtig ist ordentliche und respektvolle Kommunikation, vor allem, im Wahlkampf und wenn man eine Regierungsbeteiligung anstrebt?

Kommunikation ist alles, ganz allgemein im Leben, nicht nur in der Politik. Du kannst nicht nicht kommunizieren. Schon ein Blick oder eine Geste reicht aus. Ich finde, Kommunikation ist das Spannendste, dass sich in der Begegnung zweier Menschen ergibt.

Zudem ist Respekt das wichtigste Wort in der Politik. Zum Wahlkampf gehört die Auseinandersetzung, der Streit. Es ist ein wichtiges Thema, vor allem in den letzten Tagen haben wir vieles an Respektlosigkeit von unserem Gegenüber erlebt. Angefangen von Büros, die mit Kamerateams gestürmt werden, Aktivisten, die sich vor unsere Transparente drängen, Autos, die verschandelt werden. Wir können gern anderer Meinung sein. Das hält unsere Demokratie locker aus und das können alle vernünftigen Menschen bestätigen.

Es gibt den Spruch „Wann hat das begonnen, dass jemand mit anderer Meinung ein Feind ist und nicht bloß jemand mit anderer Meinung?“. So sehe ich das. Einer meiner engsten und langjährigen Freunde ist Bezirksrat von Donaustadt in Wien. Er ist bei den Roten, wir kennen uns, seit wir 15 sind. Also 30 Jahre. Wir schätzen uns beide sehr. Warum denn auch nicht? Am Ende ist es ein Wettstreit um die bessere Idee. Wir beide haben entschieden, dass respektvoll zu machen, dennoch aber hart in der Sache zu bleiben. Beim allgemeinen politischen Blick auf mein Gegenüber wundere mich immer wieder darüber, wie sehr das abgelehnt wird.

Neulich etwa: Wenn mir auf der Donauinsel bei unserem Wahlkampfevent 16-Jährige von einer Jugendorganisation einer anderen Partei gegenüberstehen, die eine Aktion planen, und ich gehe zu denen hin und frage: „Wie geht es euch? Was habt ihr vor?“, und ich werde angebrüllt: „Das brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Wozu reden Sie überhaupt mit mir?“. Dann läuft etwas schief. Ich finde Aktionismus super. Wenn sie uns stören müssen und sich dann besser fühlen – ok, schade. Aber, das Gespräch einfach verweigern, das geht sich in meiner politischen Realität nicht aus.

Bedingt durch diese Tätigkeit bist Du auf Social Media sehr aktiv. Wird die Meinung, die Du dort vertrittst, immer von der Partei getragen, oder ist es auch einmal nur deine private Meinung?

Also das eine bedingt ganz oft das andere. Ich bin eine sehr öffentliche Person, der Peter L. Eppinger, der von der Neuen Volkspartei. Das ist also unsere Meinung, meine Meinung. Was die Neue Volkspartei auch von der alten unterscheidet, ist, dass man sich damals in der Öffentlichkeit sehr viel ausgemacht und ausgerichtet hat. Klar sind wir manchmal anderer Meinung, aber das können wir auch intern klären. Wenn wir uns dann für etwas entschieden haben, stehen wir alle dazu.

In diesem Zusammenhang fällt auch oft das Wort ‚Message Control‘, welches oft ins Negative gezogen wird, sondern Informationspolitik innerparteilich abgestimmt. Innerparteiliche Konflikte werden also nicht gleich nach außen gelebt. Kann man im Umkehrschluss sagen, wenn man zur Bewegung steht und ein Überzeugungstäter ist, dann stimmt automatisch die private Meinung mit jener der Partei überein?

Es ist kein Job, sondern ein Beruf, den ich als Berufung sehe. Es ist eine klare Entscheidung für eine Richtung. Weil ihr Message Control ansprecht: Ich finde, der Wähler und die Wählerin haben ein Recht darauf, ordentlich informiert zu werden. Nicht von diesem ein bisschen und von jenem ein bisschen. Sondern, da spricht jemand, eine Partei, mit einer ganz klaren Botschaft. „Da kenne ich mich aus“. Nichts Anderes ist das hier. Es ist einfach Kommunikation angekommen im neuen Jahrzehnt. Zumindest sehe ich das so.

Kommen wir zu einem etwas allgemeineren Thema. Österreich rangiert im Ranking der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“ derzeit auf Rang 18, der Trend ist rückläufig. Immer wieder werden rote Linien überschritten und die Coronakrise tut ihr übriges zur Situation. Die Medien als vierte Gewalt stehen vor einer Herausforderung, die viel Engagement, Leidenschaft und Ehrgeiz bedarf. Was sind die Aufgaben des Journalismus im 21. Jahrhundert?

Spannende Frage. Fair soll der ausschauen. Das heißt nicht, dass man alles super finden muss, was wir machen. Aber ich erhoffe mir auch vom journalistischen Gegenüber Respekt. Ich glaube, die große Aufgabe des Journalismus im 21. Jahrhundert wird sein, sich zu überlegen, wo man wieder die Menschen erreicht, die man verloren hat. Und wie erreicht man die, die jetzt hinzukommen? Die Lebensrealitäten von uns verändern sich ja auch komplett. Die klassischen Massenmedien von früher sind gerade in einer Zwischenphase des Journalismus.

Ich glaube, die große Aufgabe des Journalismus im 21. Jahrhundert wird sein, sich zu überlegen, wo man wieder die Menschen erreicht, die man verloren hat. Und wie erreicht man die, die jetzt hinzukommen?

Ich weiß, mit welchem Druck in den Redaktionen Österreichs gearbeitet wird. Ich würde dem Journalismus etwas mehr Ruhe und Geld wünschen. Damit man auch einmal Dinge ausprobieren kann, ohne gleich zu fürchten, dass man an Auflage verliert. Oder zumindest, dass man das für einen qualitativen Journalismus in Kauf nimmt. Was unter der Schlagzeile steht, ist viel wichtiger.

Bei Ö3 habe ich das selbst erlebt, wie der sogenannte „Wortanteil“ systematisch reduziert wurde. Als ich dort begonnen habe, haben wir Interviews in der Länge von drei Minuten gemacht. Als ich gegangen bin, waren die nur noch eine Minute lang. Das hat nichts mit einer straffen Führung zu tun, sondern mit einem neuen Mediennutzen. Die Menschen haben nicht mehr die Zeit und die Ruhe, wirklich zuzuhören.

Zumindest derzeit ist Social Media das Nonplusultra der Medienwelt. Bedingt durch die verwendeten Algorithmen ist man in einer Blase gefangen, unabhängig von welcher Seite man seine Meldungen konsumiert. Fake-News und Denunzierungen: Probleme wie diese sollten wahrscheinlich aktiv von den Plattformen angegangen werden. Wie geht man damit am besten um? Braucht es gesetzliche Veränderungen?

Ich glaube, dafür muss jeder von uns etwas tun. Bei mir ist es selbstverständlich, dass ich in meiner Facebook-Community auch viele Menschen habe, die nicht meiner Meinung sind, um open-minded zu bleiben. Die machen mich und meinen Facebook-Algorithmus darauf aufmerksam, dass es auch etwas anderes als die Linie der Neuen Volkspartei gibt. Manchmal ist das wirklich anstrengend, denn nicht jeder findet dein Tun natürlich super. Das hat zur Folge, dass in meinem Facebook-Feed auch ganz viele Dinge von anderen Parteien aufpoppen. Das ist eine Entscheidung, die man immer selbst treffen muss.

Fake-News ist ein ganz wichtiges und schwieriges Thema, zu dem ich nur jedem raten kann, dass man nicht alles glaubt, was hier steht, und sich informiert. Die Frage ist aber, habe ich Zeit und Lust dafür? Ich habe ja auch ein „normales“ Leben, in dem gleichzeitig ganz viel passiert. Schule, Arbeit, Familie, Kinder. Vielleicht tut es aber ganz gut, wenn ich die vermeintlich gleiche Geschichte auf verschiedenen Plattformen lese. So kannst Du dir jede Geschichte aus verschiedenen Perspektiven ansehen.

Ich persönlich möchte eher für Optimismus stehen. Ich habe bei Ö3 in den letzten drei Jahren begonnen, meine Sendung mit der guten Nachricht des Tages zu schließen. Das war oft nichts Großes, beispielsweise die Geburt eines Kindes oder jemand, der nach langer Suche Arbeit gefunden hat. Es war echt schwierig, gute Nachrichten zu finden. Man hat mir am Anfang erzählt, es gibt keine positiven Nachrichten: “bad news are good news“. Das sehe ich anders.

Was ist dir ein besonderes Anliegen für die Kommunikation mit und durch die österreichischen Medien?

Bleiben wir im Gespräch. Geben wir beiden Seiten die Möglichkeit, ein gutes Gespräch zu führen. Ganz egal, welche Partei. Vielleicht gelingt es uns, unsere Vorurteile auf Reset zu bringen und dann ein anderes Gespräch zu führen. Vieles ist dann oft ganz anders als man glaubt.

Während deiner Zeit bei Ö3 hast Du unter anderem den Ö3-Wecker, die Sternstunden mit Gerda Rogers, den Life Ball und Wien Heute moderiert. Was war Deine schönste Sternstunde aus dieser Zeit?

Da gab es viele, vor allem die Geburt meines Sohnes. Das war ein sehr lustiger und genialer Tag. Der junge Mann ist am gleichen Tag wie meine Frau geboren. Wir waren gerade beim Feiern ihres Geburtstags und mein Sohn wollte unbedingt dabei sein. Wir haben es gerade noch rechtzeitig ins Spital geschafft. Praktischerweise muss ich mir jetzt nur ein Datum merken.

Und beruflich?

Hier gab es viele Dinge, die ich erleben durfte. In jüngerer Zeit 2017 der Wahlkampf und die gewonnene Nationalratswahl. Diese Umarmungen an diesem Abend werde ich nie vergessen, wohl auch, weil wir derzeit so viel Abstand voneinander nehmen müssen.

Es war damals ein Abschluss eines unglaublich großartigen Projekts, auch für mich. Gleich nach 22 Jahren Ö3 ins kalte Wasser zu springen und dann so einen Erfolg zu feiern – das war eine wahre Sternstunde. Ich habe noch immer viele Sternstunden, bin mit Gerade Rogers noch viel in Kontakt. Sie ist meine Trauzeugin, bei dieser Ehe kann also nichts schiefgehen, die wird halten.

Abschließend haben wir noch eine Frage zu Dir selbst. Welche Persönlichkeit hat Deinen Weg beeinflusst, wer war wie ein Vorbild für Dich?

Ich habe Falco sehr gerne gemocht. Mein erster Promianruf als 20-Jähriger war Falco, ich habe ihn damals beim Staubsaugen gestört. Wir haben uns immer wieder mal getroffen, den fand ich sehr inspirierend und angenehm anders. Ich habe das große Glück, dass um die Ecke von mir der Bandleader von Falco wohnt, mit dem ich auch noch befreundet sein darf.  Dadurch habe ich ganz viele Geschichten erzählt bekommen. Falco war eine Rolle, die Hans Hölzel gespielt hat. Auch musikalisch hat er mein Leben geprägt. Jedes Mal, wenn ich den irgendwo höre, muss ich grinsen.

Wir bedanken uns bei Peter L. Eppinger für das Gespräch.

Lea Maria Wurzinger
Die derzeitige PPÖ Studentin übernimmt im Rahmen des Projektes mit frischen Ideen an den inhaltlichen Schwerpunkten. In erster Linie ist sie jedoch für die Recherche & Verfassung von neuen Textproduktionen im Team zuständig.

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